Wer sich beruflich neu orientiert, merkt oft zuerst: Der Kopf ist voll, die Energie knapp. Genau in dieser Phase kann Resilienz Coaching helfen – und für viele Menschen ist es dabei nicht einmal mit eigenen Kosten verbunden. Über den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) der Arbeitsagentur oder des Jobcenters lässt sich ein Coaching zur Stärkung der inneren Widerstandskraft vollständig fördern lassen. Dieser Beitrag erklärt, für wen das infrage kommt und was im Coaching konkret passiert.
Was Resilienz Coaching über den AVGS bedeutet
Im Rahmen meines AVGS Coachings ist Resilienz einer der beiden Schwerpunkte – neben dem klassischen Jobcoaching. Es geht darum, innere Widerstandskraft aufzubauen: Stressmuster erkennen, Kraftquellen erschließen, eine Alltagsstruktur finden, die trägt. Das ist etwas anderes als reines Bewerbungstraining. Es setzt tiefer an – bei der Frage, wie Sie mit Belastung umgehen und wie Sie handlungsfähig bleiben, auch wenn die berufliche Situation gerade unsicher ist.
Was Resilienz grundsätzlich bedeutet und wie sie sich entwickelt, habe ich in einem eigenen Beitrag beschrieben: Resilienz – die leise Kraft, die uns trägt →
Für wen sich das eignet
Der AVGS steht laut § 45 SGB III Ausbildungssuchenden, Arbeitsuchenden und von Arbeitslosigkeit bedrohten Personen zu. In der Praxis sehe ich vor allem drei Situationen, in denen Resilienzarbeit besonders gefragt ist:
Resilienzarbeit über den AVGS hilft besonders bei:
- Beruflicher Neuorientierung – nach Kündigung oder mit auslaufendem befristeten Vertrag, wenn Unsicherheit und Druck gleichzeitig auf Sie einwirken
- Wiedereinstieg nach Elternzeit oder Auszeit – wenn der Wiedereinstieg mehr braucht als nur einen aktuellen Lebenslauf
- Anhaltender Erschöpfung – wenn die alte Stelle Spuren hinterlassen hat und Stabilität vor dem nächsten Schritt kommen sollte
Alle Details zu den Voraussetzungen und wie Sie den Gutschein beantragen, finden Sie im Ratgeber zur AVGS-Antragstellung →
Warum Resilienz in Umbruchphasen den Unterschied macht
Bewerbungsunterlagen lassen sich in wenigen Tagen überarbeiten. Innere Stabilität nicht. Wer in einer belasteten Verfassung in Bewerbungsgespräche geht, spürt das selbst am ehesten – und Personaler spüren es auch. Deshalb steht am Anfang meiner Arbeit oft nicht der Lebenslauf, sondern die Frage: Wie geht es Ihnen gerade wirklich, und was brauchen Sie, um wieder klar zu denken?
Wer beruflich neu startet, braucht keinen perfekten Lebenslauf. Er oder sie braucht die Kraft, den nächsten Schritt überhaupt zu gehen.
Aus diesem Grund verbinde ich im Coaching psychologische Arbeit mit körperbasierten Methoden wie Zapchen Somatics. Stress zeigt sich nie nur im Kopf. Er sitzt im Körper – in flacher Atmung, verspannten Schultern, einem Nervensystem, das nicht mehr richtig herunterfährt. Wer das übergeht, trägt die Erschöpfung einfach mit in den nächsten Job.
Was Sie im Coaching konkret erarbeiten
- Eigene Stressmuster erkennen – was Sie belastet und was Sie trägt
- Körpersignale wahrnehmen und regulieren, statt sie zu übergehen
- Eine Alltagsstruktur aufbauen, die Halt gibt – auch ohne festen Job gerade
- Klarheit für die berufliche Richtung entwickeln, ohne sich selbst zu verlieren
Das Coaching umfasst zwei Termine pro Woche à 90 Minuten, über 8 bis 12 Wochen – Zeit genug, damit Veränderung wirklich trägt, statt nur an der Oberfläche zu kratzen. Alle Eckdaten finden Sie auf der Seite zum AVGS Coaching München →
Auch für Führungskräfte, die vor einem Umbruch stehen, kann dieser Weg passen – mehr dazu in meinem Beitrag Burnout Coaching für Führungskräfte →
Sabine Maier – Resilienz Coach & Heilpraktikerin für Psychotherapie
Sie überlegen, ob ein AVGS-gefördertes Resilienz Coaching zu Ihrer Situation passt? Im kostenfreien Erstgespräch schauen wir gemeinsam auf Ihre Lage und klären die Förderung.