Zeichen mentaler Erschöpfung: Wenn Erholung nicht mehr erholt – warum Erschöpfung manchmal tiefer sitzt als Müdigkeit

Resilienz Coach Sabine Maier vor Großglockner in Osttirol beim Wandern

Resilienz & Gesundheit Fünf Tage die Woche kaputt machen – und zwei Tage am Wochenende wieder ganz werden. Für viele Menschen ist das kein Ausnahmezustand. Es ist ihr Alltag. Dieser Artikel richtet sich an alle, die merken: So kann es nicht weitergehen – und die verstehen wollen, was wirklich passiert, wenn Erholung aufhört zu erholen. … Weiterlesen

Warum Grenzen setzen für viele Menschen so schwer ist

Person hält Hand hoch als Stopp-Geste – Symbol für Grenzen setzen und Selbstschutz

Viele Menschen wissen, dass sie Grenzen setzen sollten. Sie haben es gelesen, gehört oder im Coaching reflektiert. Und trotzdem passiert etwas anderes: Sie sagen Ja, obwohl innerlich ein Nein da ist. Sie übernehmen Aufgaben, die nicht ihre sind. Sie bleiben länger, als sie wollen. Sie halten mehr aus, als gut für sie ist. Und sie … Weiterlesen

Psychische Flexibilität: Warum ACT ein Anker in stürmischen Zeiten ist

Grafische Darstellung des ACT-Hexaflex-Modells mit sechs interagierenden Kernprozessen.

Vielleicht kennen Sie das Gefühl: Sie funktionieren seit Jahren auf einem hohen Niveau, erledigen Ihre Aufgaben mit Präzision und einer Verlässlichkeit, die von anderen geschätzt wird. Und doch schleicht sich eine leise, fast ungreifbare Erschöpfung ein. Ein Gefühl von Stillstand, obwohl sich im Außen alles so rasend schnell dreht. Viele von uns haben gelernt, dass … Weiterlesen

Stress bewältigen, Resilienz stärken – das Vulnerabilitäts-Stress-Modell

Fassmodell im Vulnerabilitäts-Stress-Modell: zwei Fässer mit gleichem Zufluss an Belastung, aber unterschiedlich hohem Boden zeigen, wie individuelle Vulnerabilität die Belastungsgrenze beeinflusst

Manche Menschen wirken wie Felsen in der Brandung. Andere geraten bei ähnlichen Herausforderungen schneller aus dem Gleichgewicht. Warum ist das so? Wieso gehen wir so unterschiedlich mit Belastung um? Eine verständliche Antwort darauf gibt das Vulnerabilitäts-Stress-Modell – auch bekannt als „Fassmodell“. Es veranschaulicht, wie Überlastung entsteht, welche Rolle unsere individuelle Anfälligkeit spielt – und was … Weiterlesen

Stressbewältigung – mit Belastung souverän umgehen

Frau bei der Stressbewältigung mit grafischer Darstellung von Körper, Gedanken und Alltag in Grüntönen

Stress begleitet viele Menschen täglich. Er zeigt sich in verschiedensten Formen: als berufliche Belastung, private Herausforderung oder ständiges Gefühl der Überforderung. Dabei hat Stress durchaus positive Seiten: Er kann motivieren, aktivieren und Höchstleistungen ermöglichen. Kritisch wird es erst dann, wenn Stress dauerhaft präsent bleibt. Genau dann lohnt es sich, genauer hinzusehen und effektive Wege zur … Weiterlesen

Kopf und Körper – wenn Denken sich erschöpft

Wenn Denken sich festläuft Viele Menschen lösen Herausforderungen im Kopf. Sie analysieren, planen, vergleichen – und wenn keine Lösung in Sicht ist, denken sie weiter. Der Körper wird dabei zur Randfigur. Und genau das wird häufig zum Problem. Denn der Körper reagiert früh: mit Spannung, innerem Druck, flacher Atmung, Unruhe. Es sind Rückmeldungen – aber … Weiterlesen

Ein Ort der Ruhe und Geborgenheit – eine Resilienz Ressource, die bleibt

Kraftort Resilienz steigern Sabine Maier München

Es gibt Orte, die mehr sind als ein schöner Blick.Orte, an denen etwas in uns stiller wird.Wo wir nicht leisten oder reagieren müssen.Wo wir einfach ankommen dürfen – im Moment, bei uns selbst. Einer dieser Orte liegt für mich am Rand meines Dorfes.Ein Feldweg, eine Bank, ein frei stehender alter Baum, ein weiter Blick über … Weiterlesen

Wie kleine physiologische Interventionen das Nervensystem regulieren

Selbstregulation bei Stress Coaching Sabine Maier

In meinem Coaching biete ich gerne Übung aus dem Bereich Zapchen Somatics an, denn sie sind einfache Selbstregulationstechniken, auf die wir zurückgreifen können.

Was ist Zapchen?

Zapchen wurde von der Psychologin und Körpertherapeutin Julie Henderson entwickelt. Die Methode kombiniert Körpertherapie und Neurobiologie. Im Zentrum stehen einfache, spielerische Bewegungen, die das Nervensystem regulieren und den Zugang zur Selbstwahrnehmung erleichtern – ohne Anstrengung, mit Neugier und Leichtigkeit.

Wie wirken diese Impulse?

Bewegungen wie Summen, Seufzen oder Gähnen fördern die Aktivierung des parasympathischen Nervensystems – jenes Systems, das für Ruhe, Erholung und Regeneration zuständig ist. Sie unterstützen das emotionale Gleichgewicht und wirken direkt, ohne Umweg über kognitive Kontrolle.

Kleine Zapchen-Übungen für den Alltag

Diese einfachen Impulse lassen sich jederzeit nutzen – in kurzen Pausen, vor Gesprächen oder wenn innere Unruhe spürbar wird:

  • Seufzen: Tief einatmen und beim Ausatmen hörbar seufzen – wie von selbst, ohne Kontrolle. Löst Spannung und wirkt unmittelbar entlastend.
  • Summen: Lippen sanft schließen und leise summen. Die entstehende Vibration beruhigt den Vagusnerv und zentriert.
  • Bewusstes Gähnen: Den Mund weit öffnen, mehrfach bewusst gähnen – auch wenn es anfangs künstlich wirkt. Entspannt Gesicht, Nacken und Zwerchfell.
  • Sanftes Schütteln: Arme und Beine locker ausschütteln, weich und spielerisch. Hilft, Spannung abzubauen und wieder im Körper anzukommen.
  • Hängenlassen: Oberkörper nach vorn beugen, Kopf und Arme locker hängen lassen, der Schwere nachgeben. Unterstützt Loslassen und Erdung, fördert innere Ruhe.
  • Ruppig sprechen: Kinn leicht nach vorne schieben, Trotz aufsteigen lassen und mit etwas Nachdruck ein oder mehrere „Nein“ sagen.

Warum der Körper ein Schlüssel ist

Stressregulation findet nicht nur über Denken oder Reflektieren statt. Der Körper verfügt über angeborene Selbstregulationsmechanismen – wie Seufzen, Gähnen oder Zittern. Sie treten oft spontan auf, wenn wir entspannen, und können gezielt angestoßen werden.

Zapchen greift genau diese natürlichen Impulse auf und macht sie bewusst nutzbar. Die Übungen wirken über den Körper – unmittelbar, freundlich, alltagstauglich. Wie Julie Henderson schreibt:
„Viele dieser Übungen sind uns aus dem kindlichen Spiel vertraut. Sie sind einfach – und sie wirken.“ (zapchen.com)

Auch der Traumaforscher Peter Levine beschreibt, wie solche Bewegungen helfen, Spannung abzubauen und Resilienz aufzubauen. Es sind einfache, biologisch verankerte Prozesse, die unser Nervensystem von sich aus kennt.

Probieren Sie es aus

Ein kleiner körperlicher Impuls kann reichen, um etwas in Bewegung zu bringen.
Vielleicht probieren Sie es gleich aus: Lassen Sie sich mal ordentlich hängen.

🌿 Lust auf mehr? Ich biete Einzelstunden mit Zapchen-Elementen an – für mehr Selbstkontakt, innere Stabilität und körperbasierte Stressregulation.


Daueranspannung erkennen – wann Stress mehr ist als „nur viel zu tun“

Manche Menschen merken erst spät, wie stark ihr Körper unter Anspannung steht. Sie funktionieren – bis plötzlich nichts mehr geht. Dieser Artikel hilft Ihnen, Warnzeichen frühzeitig zu erkennen und zu verstehen, warum Dauerstress keine Schwäche ist, sondern ein ernstzunehmender Zustand.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner